Rückruf

Wir rufen Sie gerne an!

SucheUnterkunft

oderUnverbindlich anfragen

Bauernhof Tschamernik - Ebbs

Bio-Fleisch in Spitzenqualität dank artgerechter Haltung
Zwei Betriebe an zwei verschiedenen Orten zu führen, ist eine Herausforderung. Markus Tschamernik und seine Familie stellen sich dieser. Sie wohnen im Waldviertel, wo sie eine Landwirtschaft mit Kärntner Brillenschafen und eine Jagd betreuen. Als der Schwiegervater von Markus starb, haben er und seine Frau Sonja Reisch auch den Bauernhof und die Eigenjagd hier im Kaisertal übernommen und begonnen, Tiroler Grauvieh zu züchten.

Für beide Landwirtschaften gilt als oberstes Gebot: Sie müssen im Einklang mit der Natur geführt werden und das ohne Kompromisse. Nur die Richtlinien für eine Bio-Zertifikation einzuhalten, ist den Landwirten zu wenig. Sie wollen echte und wahrhaftige Natürlichkeit für ihre Tiere, für deren Futter und für das zugehörige Land. Das Wohl der Tiere und der Natur steht für Markus und seine Familie über allem. Dabei genügt es ihnen nicht, selbst diese Wertvorstellungen zu erfüllen, sie wollen auch andere mit ins Boot holen, damit diese denselben Weg bestreiten. Sie wollen gemeinsam mit anderen Unternehmen, mit Partnerbetrieben, mit der Gastronomie und den Kunden und Kundinnen diesen Weg gehen. Und sie wollen mit dieser Aufklärungsarbeit schon in den Schulen beginnen und bereits den Kindern erklären, warum es wichtig ist, achtsam mit der Natur umzugehen. In Niederösterreich wird für diesen Zweck auch ein eigener Seminarraum eingerichtet, in dem interessierten Kunden, Kundinnen, Kindern und Schülergruppen diese Themen näher gebracht werden können. Denn eines ist für die Landwirte gewiss: Es ist unmöglich, dass die Natur und die Tiere weiterhin so behandelt werden wie bisher. Ein Umdenken ist hier ein absolutes Muss. Zum Beispiel ist der Fleischkonsum der Menschen um ein Vielfaches zu hoch. Das ist nicht nur für den eigenen Körper ungesund, das schadet auch der Umwelt, der Natur. Im Endeffekt liegt der Wandel in den Händen jener Personen, die vor dem Kühlregal stehen und sich für billiges Fleisch entscheiden. Fleisch sollte in Hofläden eingekauft werden, Fleisch sollte weniger oft gegessen werden, es sollte aus der näheren Region stammen, eine nachhaltige Landwirtschaft sollte in höchstem Maße gefördert werden – vom Endkunden als auch von der Politik, biologische Landwirte müssen unterstützt werden. Dies, um nur einen Auszug der Punkte zu nennen, bei denen der Mensch gefordert ist, endlich und ein für alle Mal umzudenken.

Zwischen Waldviertel und Kaisertal
Die Familie von Sonja Reisch ist seit mehreren hundert Jahren in Kufstein zu Hause. In dem Naturschutzgebiet, in dem auch der Berg’k‘hof, das älteste Bauernhaus der Region, das zu einem kleinen Berghotel umgebaut wurde, liegt, ist auch die Landwirtschaft von Markus und Sonja. Gemeinsam mit den vier Kindern verbringen sie häufig ihre Tage im Kaisertal. Die Kinder sind in dieses Leben mit den beiden Höfen genauso wie Markus und seine Frau hineingewachsen und genießen die Natur. Im Sommer sind die Tiere auf mehreren Almen. Hier gibt es viele Steilflächen, was ein Vorteil ist, denn das Tiroler Grauvieh ist eine Rasse, die fürs raue Gelände geschaffen ist. Wenn die Familie nicht hier ist, kümmert sich Christoph um das Vieh. Er ist ein Mitarbeiter und genießt das volle Vertrauen der Landwirte. Die Tiere haben hier sehr viel Platz, sie können selbst wählen, mit welchen anderen Tieren sie beisammen sein möchten, sie können entscheiden, ob sie im Freien oder im Stall sein wollen, sie leben im Einklang mit der Natur und in größtmöglicher Freiheit. Auf den hochalpinen Almen, auf denen sie die Sommer verbringen, genießen sie hochalpine Kräuter und Wiesen mit natürlichen und verschiedenen Blumen bzw. Kräutern, die durch die Höhe sehr geschmacksintensiv sind.

Geschlachtet werden nur die Ochsen. Weibliche Tiere werden als Zuchttiere weiterverkauft, damit die Rasse auch in Zukunft erhalten bleibt. Das Fleisch der Ochsen wird an die gehobene Gastronomie und an Privatkunden verkauft. Die Familie gibt auch gern Tipps für die Weiterverarbeitung. Bevor das Fleisch eines Tiers nicht zur Gänze verkauft ist, wird auch nicht geschlachtet. So bleibt niemals Fleisch übrig, das verderben könnte, sondern es kommt zu 100% in die richtigen Hände. Die Tiere haben keinerlei Transporte. Geschlachtet wird direkt vor Ort und Markus oder Christoph sind immer selbst dabei. Die beiden sind den Tieren vertraut und nehmen ihnen jeglichen Stress. Sie nehmen sich Zeit für die Tiere und eine „gefühlvolle“ Schlachtung wird unternommen. Dies ist ihnen in erster Linie für das Wohl der Tiere ein Anliegen und darüber hinaus wirkt es sich positiv auf den PH-Wert des Fleisches aus. Oft kann die gesamte gute Pflege eines Tieres zunichte gemacht werden, wenn dann ein stressiger Transport und eine noch stressigere Schlachtung stattfinden. Das Fleisch reift danach 14 Tage lang im ganzen Stück. Dies ist eine absolute Seltenheit, weil sich kaum jemand mehr die Zeit dafür nimmt. Dabei macht genau das einen gravierenden Unterschied und wirkt sich auf die Zartheit des Fleisches aus. Es wird durch all diese Schritte zu etwas ganz Besonderem und soll auch als solches angesehen und genossen werden.

Mit gutem Gewissen Fleisch essen
In Markus‘ Familie isst man gern und mit gutem Gewissen Fleisch aus der eigenen Landwirtschaft und aus der eigenen Jagd. Markus‘ inniger Wunsch ist es, dass mehr Menschen auf Regionalität und Qualität achten. Rückblickend auf die vergangenen zehn Jahre seit Betriebsgründung und -übernahme können die Landwirte nur eine leichte Tendenz hin zur Nachhaltigkeit beim Konsum von Lebensmitteln feststellen. Die eigenen Kunden sind begeistert und sind bereits auf diesem richtigen Weg im Umgang mit der Natur. Aber es müsste im Kollektiv geschehen. Fleisch- und Wurstwaren aus nicht artgerechter Haltung sollte bei den Menschen generelle Verachtung auslösen, damit diese Missstände endlich ein Ende haben. 

Teile das mit
deinen Freunden

Merkliste

Bitte warten

Informationen werden geladen...