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Kraftplatz Häringer Erdfeuerplatz - Der brennende Berg

Ein malerisches Bergdorf am Fuße des Pölven. Ein Luft- und Wasserkurort in ländlicher Idylle. Die Rede ist von Bad Häring im Kufsteinerland. Auf den ersten Blick bleibt dem menschlichen Auge hier so manches verborgen, denn ein verzweigtes Netz aus ehemaligen Stollen, Schächten und Schütten liegt unbemerkt unter der Ortschaft. Wer genauer hinsieht, erkennt jedoch vielerorts die Spuren der Vergangenheit. Die Bergbau-Geschichte der Gemeinde wird am Erdfeuerplatz in Bad Häring zur Gegenwart: Ein energiegeladener Kraftplatz.

Tief im Inneren glimmt die Glut

An den letzten Häusern vorbei, windet sich ein steiler Weg immer weiter in einen dichten Wald. Nach einer Viertelstunde erreicht man eine mystisch anmutende Talsenke. Als wäre sie aus der Jahreszeit gefallen, wächst hier auch im Winter grünes Gras. Woran das liegt? An der Wärme, die überall aus dem Boden dringt: "Man spürt, wie der Berg im Inneren arbeitet. Das macht diesen Ort zu einer ganz besonderen Kraftquelle", erklärt Marianne Thaler, die seit 55 Jahren in Bad Häring lebt und sich eingehend mit der Historie des Ortes beschäftigt hat.

"Für Bad Häring ist der Bergbau ein bedeutsames Stück Geschichte. Seine Nachwirkungen sind bis heute spürbar", erläutert Marianne Thaler. Als langjährige Mitarbeiterin des Tourismusverbandes war sie an der Schaffung des Themenweges Bergbau & Kohle in Bad Häring beteiligt: "Teilweise sind die Stollen eingestürzt, einige stehen unter Wasser und in wieder anderen brennt es bis heute", verrät Marianne Thaler. Die Hitze, die durch den Brand im Berg entsteht, ist auf dem Erdfeuerplatz spürbar. Man sitzt - im wahrsten Sinne des Wortes - auf glühenden Kohlen.

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Die Bergbau-Geschichte der Gemeinde wird am Erdfeuerplatz in Bad Häring zur Gegenwart: Ein energiegeladener Kraftplatz.

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Wo Rauch ist, da ist auch Feuer

Der Brand im Inneren des Stollens ist erstmals im Winter 1863 ausgebrochen. Schon damals wurde versucht das Feuer zu löschen. Unter Einsatz ihres Lebens haben die Bergleute die brennende Kohle aus dem Stollen gebracht. Zur Kühlung wurde Schnee eingesetzt, doch dem Feuer war nicht beizukommen. Schlussendlich fasste man den Plan die Glut zu ersticken, doch auch das ist nur teilweise gelungen. Durch bauliche Maßnahmen wurden die brennenden Stollen abgetrennt, zugleich wollte man die Luft an der Oberfläche durch sogenannte "Betonplomben" abschließen. Am Erdfeuerplatz in Bad Häring kann man die geborstene Betondecke betrachten: Denn das Feuer brennt bis heute.

"Im Sommer spürt man die Wärme, im Winter kann man sie auch sehen. Die warme Luft strömt aus den Erdspalten und legt sich als sanfter Nebel über die Landschaft", beschreibt Marianne Thaler ihre Eindrücke am Erdfeuerplatz. Und tatsächlich: Aus den Rissen dringen Rauchschwaden. Der Qualm riecht nach Schwefel. Dieser Geruch war für Bad Häring lange Jahre ein besonderes Markenzeichen. Durch den Bergbau stieß man auf schwefelhaltige Quellen und aus Häring wurde "Bad Häring", der Luft- und Wasserkurort.

Die Gegenwart genießen

Die Geschichte des Bergbaus ist auch eine voller Tragödien. Ein tragisches Ereignis ergab sich in unmittelbarer Nähe des Erdfeuerplatzes: Nach dem Ausbruch des Feuers im Franziskistollen, fand man im mittlerweile abgerissenen Theresienhäusl drei Leichen. Giftige Gase waren unbemerkt ins Haus eingedrungen und erstickten die Unglücklichen im Schlaf: "Wenn man sich bewusst macht, wie viel um uns herum passiert nd wie wenig wir eigentlich davon mitbekommen, dann hilft uns diese Erkenntnis allgemein gelassener zu werden", berichtet Marianne Thaler aus ihrer eigenen Erfahrung.

Der Bergbau hat das Leben in der Gemeinde Bad Häring lange Jahre geprägt und gehört doch weitgehend der Vergangenheit an. Am Erdfeuerplatz in Bad Häring darf man sich der Geschichte bewusst werden. Man darf erkennen, was alles war und die Vergangenheit akzeptieren. Man darf spüren, was alles ist und die Gegenwart genießen. Schließlich darf man einen Blick in die Zukunft werfen und sicher sein: Das Feuer in Bad Häring wird weiter brennen. So wie das Feuer in uns, das wir am Erdfeuerplatz in Bad Häring mit neuer Energie aufladen.

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Was ist Natur Resonanz?

Natur Resonanz ist die Verbindung von der Natur zum Menschen und umgekehrt. Über das systematische Wahrnehmen der Vielfalt und Symbolik der Natur im Kufsteinerland Kraft Triangel und seiner reichen Landschaftsmythologie erleben wir uns selbst und vieles andere aus neuen Perspektiven. Natur Resonanz funktioniert an ausgewählten Landschaftspunkten über thematische Impulsfragen im Stehen oder Bewegen, im Wahrnehmen, Vergleichen, Erkennen. Es ist ein bewusst kombiniertes Zusammenspiel aus Naturplätzen mit Wegen, Wasserstellen und Weitsichten sowie Bewegungen und Atmungsformen für den ganzen Körper aus verschiedenen Kulturen und Disziplinen. So wird die Kufsteinerland Natur zu einer Tür exakt zu dem, was gerade aktuell und wichtig ist: sie führt Sie zu sich selbst. Das Kufsteinerland ist aus seiner erdgeschichtlichen geographischen Beschaffenheit heraus ein wahres Kraftjuwel: Die Täler und Gebirgszüge vom Eingang im Norden bei Erl bis zum Wilden Kaiser, die weiten Wälder und Wiesen im idyllischen, höher gelegenen Hinterthierseer Tal und die luftigen, lichten Höhenlagen am Sonnenplateau rund um den Kurort Bad Häring – genau diese vielfältigen Landschaftsformen von Schluchten und Höhlen bis hinauf zu grandiosen Höhen und Aussichtspunkten bilden das eindrucksvolle Kufsteinerland Kraft Triangel. Es lädt Sie ein zu tieferen Momenten der Bewegung. Neu und anders als üblich in Resonanz mit der Natur.

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