Die von Gustav Kuhn 1997 gegründeten Tiroler Festspiele Erl finden seit 1998 jedes Jahr an 25 Tagen im Juli im Passionsspielhaus Erl statt. Im Dezember 2012 wurde neben dem angestammten Spielort der Festspiele ein neues, winterfestes Festspielhaus eröffnet. In diesem findet fortan eine zweiwöchige Wintersaison zum Jahreswechsel statt, das Haus wird ab 2014 aber auch als Alternativspielstätte zum Passionsspielhaus im Sommer genutzt.
4.7. - 28.7.2013
Ganz bewusst setzt die Leitung der Festspiele im Sommer 2013 nicht auf Wagner, sondern neben der Winterproduktion von „Nabucco“ auf die drei berühmtesten und beliebtesten Verdi-Opern in Neuinszenierungen: „Il Trovatore“, „Rigoletto“ und „La Traviata“. Immerhin feiert die Musikwelt 2013 neben Wagners auch Verdis 200. Geburtstag. Darüber hinaus werden alle 9 Sinfonien Ludwig van Beethovens erklingen. Mit diesem Beethoven-Zyklus werden die Tiroler Festspiele Erl nach dem international mit viel Anerkennung und Bewunderung bedachten 24-Stunden-Ring wieder einmal ungebremste Ausdauer bei der für Erl fast schon legendären Spielfreude und Motivation aller Beteiligten an den Tag legen.
26.12.2013 - 6.1.2014
In der zweiten winterlichen Festspielsaison der Tiroler Festspiele Erl gibt es einige Neuerungen. Es wird am 26. Dezember keine offizielle Eröffnung geben, da wir die Wintersaison nicht als unabhängiges Einzelfestival, sondern vielmehr als Fortführung der sommerlichen Festspiele in den Winter hinein verstehen. Für den feierlichen Auftakt der Wintersaison wurde dieses Jahr Johann Sebastian Bachs „Weihnachtsoratorium“ gewählt. Mit einer Neuinszenierung von Wolfgang Amadeus Mozarts „Don Giovanni“ wird die Mozartpflege im Rahmen des Da-Ponte-Zyklus im dafür akustisch so vorteilhaften Festspielhaus fortgeführt, mit Giacomo Puccinis „Tosca“ - ebenfalls in einer Neuinszenierung - dürften die Festspiele an den Erfolg der Hall-Opera-Produktion des Festspielsommers 2012 anknüpfen. Ein Grund mehr, die Sommer- und die Wintersaison als ein großes Ganzes zu begreifen.