Seit dem Mittelalter sind die Passionsspiele ein wesentliches Merkmal der reichen Tiroler Kulturlandschaft. Sie entstanden vielfach aufgrund von Gelöbnissen. Erl hatte als „Dorf an der Grenze“ in seiner Geschichte immer wieder unter der Kriegsfurie hart zu leiden. Die Wurzeln der Erler Passion gehen auf ein Osterspiel des Meistersingers Sebastian Wild aus Augsburg zurück, wie der älteste Spieltext aus dem Jahr 1613 belegt.
Das Passionsspielhaus
1959 wurde das außergewöhnliche Passionsspielhaus eröffnet. Es passt sich trotz seiner markanten Architektur der Berglandschaft an und stellt auch akustisch ein Meisterwerk dar. In den Jahren zwischen den Passionsspielterminen ziehen hochrangige Opern- und Konzertaufführungen der Tiroler Festspiele Erl Tausende Musikliebhaber an.